Ein langes Tanzwochenende mit grossen Gefühlen liegt hinter uns. Wie nah Freud und Leid beeinander liegen, sollten wir an diesem Wochenende erfahren. Frust, Enttäuschung und Unverständnis über das vorzeitige Ausscheiden unserer "Jazzy Flames" auf der einen Seite. Riesenjubel, Freudentränen und Erleichterung bei unseren zweitplatzierten "Jazzy Diamonds" auf der anderen Seite.
Es war eben ein besonderes Turnier...
Am verlängerten Maiwochenende war es nun endlich soweit. Die Formationen der 2.Bundesliga und der Regionalliga kamen nach Cottbus, um in der Lausitzarena beim JMD-Turnier ihre Tänze zu präsentieren und bewerten zu lassen.
Samstag, 02.05. - Jazzy Flames
Am Samstag fand das Dritte von insgesamt vier Turnieren der 2.Bundesliga statt. Alle Formationen lagen in der Gesamttabelle sehr dicht beeinander, so das man schon bei den Stellproben gespannt sein konnte, wer sich wohl am besten vorbereitet hatte. Viele Teams hatten ihre Choreos überarbeitet oder sogar komplett eine neue Choreo gewählt. Auch die Flames haben im Vorfeld viel geprobt und ihren Tanz überarbeitet, um gerade zu Hause eine besonders gute Platzierung zu erreichen.
Mit einem "Pokerface"-Einmarsch wurde das Turnier pünktlich 17.00 Uhr eröffnet. Alle Formationen waren hochmotiviert und fühlten sich in der bunt dekorierten Halle sichtlich wohl.
Nach einem Showtanz unserer "Jazzy Kids" konnte dann auch die Vorrunde beginnen. Als Startnr. 5 traten die Flames unter tosendem Beifall der 350 Zuschauer auf die Fläche. Vielleicht durch Aufregung oder Angst etwas falsch zu machen, tanzten sich unsere Flames vorsichtig und eher zurückhaltend durch die Choreo. Bloß keinen Fehler machen: ein langweiliger, unspektakulärer Durchgang, der dennoch Fehler enthielt war die Folge. Sicheres, souveränes Tanzen, was das eigentliche Ziel war, sieht anders aus. Mit dieser Leistung konnte niemand zufrieden sein. Trainerin Sandra war sehr enttäuscht. Sah man bei den anderen Formationen doch eine extreme Leistungssteigerung zu den letzten Turnieren, war der Durchgang unserer Flames doch eher ernüchternd.
Das niederschmetternde Urteil folgte prompt. Bei der Bekanntgabe der acht Formationen der Zwischenrunde fehlte der Name "Jazzy Flames". Mit nur zwei Kreuzen der Jury war dies das Vorzeitige "Aus". Kein zweites Tanzen, keine Leistungssteigerung mehr möglich. Die Entscheidung der Wertungsrichterinnen traf die Flames und deren Fans völlig unverhofft. Tränen der Enttäuschung, fragende Gesichter, fassungslose Blicke, Frustration, Wut - damit hatte einfach niemand gerechnet.
Doch das Turnier musste weitergehen. Nach der Zwischenrunde kam die nächste Überraschung. Grosse Favoriten schieden auch aus, und eine Finalrunde mit 5 Formationen (darunter auch die beiden letztplatzierten Teams der vergangenen Turniere) wurde bekanntgegeben.
Schon jetzt war klar, bei diesem Turnier wurden die Plätze völlig neu gemischt. Im Gesamtklassement rückten dadurch alle Teams noch enger zusammen, als sie ohnehin schon waren.
Sieger dieses aufregenden Turniers wurden dann aber doch wieder "Moving in Jazz" aus Waltrop, die damit den Aufstieg in die 1.Bundesliga schon vorzeitig für sich entschieden. "Fearless" aus Wolfsburg holte sich den zweiten Platz vor "Madley" aus Dinslaken.
Für unsere "Jazzy Flames" reichte es am Ende zu Platz neun. In der Tabelle liegen nun also alle Teams noch enger beeinander und trotz 6. Platz in der Tabelle müssen Flames und Trainerin nun genau überlegen, wie sie sich in Wolfsburg beim entscheidenen 4.Turnier präsentieren wollen...
Sonntag, 03.05. - Jazzy Diamonds, Jazzy Moves
Nach langem Warten konnten nun auch endlich die 12 Formationen der Regionalliga ihre neusten Choreographien zeigen.
Am Sonntag fand das erste von fünf Regionalliga-Turnieren dieser Saison in der Lausitzarena statt. Alle Teams hatten sich intensiv auf dieses Ereignis vorbereitet und jede Formation zeigte sich schon beim Eintanzen von ihrer besten Seite.
Als Cowboys, Magnete, Nixen, gealtertes Ehepaar oder Schneeflocken, dem Ideenreichtum waren keine Grenzen gesetzt. Auch musikalisch war für jeden Etwas dabei. Dem Publikum wurde die reichhaltige Vielfalt des JMD-Sports bestens präsentiert.
So konnte man schon vermuten, das nicht die kreativste Choreo zum Gewinnen ausreichen würde, sie musste auch noch technisch anspruchsvoll sein und sauber präsentiert werden.
So wurden nach der Vorrunde die besten 9 Formationen in eine Zwischenrunde gewählt. Leider reichte es für unsere Jazzy Moves nicht fürs weiterkommen. Die noch sehr jungen, unerfahrenen Moves (die meisten tanzten ihr erstes Turnier) hatten doch sehr viel Mühe dieser Leistungsstärke Stand zu halten. Trotz guter Präsentation fehlen bei den jungen Tänzerinnen noch wesentliche Grundlagen, die im Vergleich zu den anderen Teams nun sichtbar wurden.
Für unsere Diamonds ging es aber weiter. Nach einer sehr nervösen, und zitternden Vorrunde war nun die Erleichterung gross und mit einer sicher getanzten Zwischenrunde war auch der Einzug ins Finale der besten 7 Formationen perfekt.
Jetzt im entscheidenen Finale ging es um Alles. Der Grundstein für den Verlauf der Saison wurde gelegt.
Alle Teams legten also nochmal an Motivation zu und machten es der Jury extrem schwer eine Entscheidnug zu treffen. Nicht verwunderlich war dann eine doch sehr gemischte Wertung im Mittelfeld.
Letztendlich auf Platz 7 landeten die J.E.T.-Tigers. Die Aufsteiger der Oberliga zeigten einen etwas anderen Altersheimalltag. Platz 6 belegte En Vogue, dicht hinter der Bluesinterpretation der Tänzerinnen aus Bremerhaven. Sehnsuchtig und verzweifelt zeigten sich die Dream Dancer (auch Aufsteiger) und eroberten den vierten Platz. Magnetisch angezogen wurden die JaMoDa´s (auch Aufsteiger) vom dritten Platz.
Waren die Wertungen im Mittelfeld doch sehr gemischt, war sich des Wertungsgericht bei Platz 2 und 1 doch relativ einig.
Einen hervorragenden zweiten Platz sicherten sich unsere Jazzy Diamonds. Mit einem überzeugenden, emotionalen und technisch sauberen Vortrag in der Finalrunde überzeugten sie Jury und Publikum.
Ähnlich einer Schneewehe bedeckten sie die Tanzfläche mit Harmonie und Ruhe, verwandeleten Anspannung zur Leichtigkeit und verzauberten das staunende Publikum, sodaß das ein oder andere Auge nicht trocken blieb. Mit der Wertung 2 1 1 2 4 landeten sie aufgrund der Majorität nur knapp auf Platz 2, kurz hinter "Topas"( 1 6 3 1 1). Die Synchronität und homogäne Tanzweise brachte den grusligen Nixen aus Hamburg den langersehnten Erfolg. Herzlichen Glückwunsch !
Wie schon zu Beginn vermutet, überzeugten letztlich die Teams bei denen Idee, Kreativität und Technik zugleich stimmten. Die nächsten vier Turniere versprechen sehr spannend zu werden.
Schon am Samstag (9.5.) treffen sich alle Teams wieder in Hamburg.
Motto: Wenn Hamburg in Cottbus gewinnt, dann wird Cottbus in Hamburg...
weitere Fotos in der Gallery unter "Turniere" zu finden...
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